Häufig gestellte Fragen

 

1. Ist Judo gefährlich? 

 

2. Welche körperlichen Voraussetzungen sind notwendig? 

 

3. Kann ich einfach mal an einem Training teilnehmen?

 

4. Muss ich mir für das Probetraining schon einen Judoanzug kaufen?

 

5. Wieviel kostet es, Judo zu machen?

 

6. Was ist ein Judopass?

 

7. Ab welchem Alter kann mein Kind Judo erlernen?

 

8. Muss mein Kind an Wettkämpfen teilnehmen?

 

9. Kann ich auch mit 45 Jahren noch mit Judo anfangen?

 

10. Ab wann darf ich am Wettkampf teilnehmen?

 

11. Wie funktioniert Wettkampf?

 

 

 

1. Ist Judo gefährlich? 

 

Judo, wie man es überwiegend erlernt und wie es auch bei Uns trainiert wird, ist eine Kampfsportart - das hört sich gefährlich an. Muss es aber nicht sein. Denn wie bei allen Sportarten gibt es ein umfangreiches Regelwerk, das die Sportler schützen soll. Gefährlich ist Judo also eigentlich nicht. Aber auch im Judo passieren ab und zu Verletzungen, jedoch nicht häufiger und kaum schwerer als in anderen Sportarten.
Zudem ist das Ausbildungssystem im Judo so gestaltet, dass man schrittweise neue Erfahrungen sammeln kann. Das fängt an mit der „Fallschule“, wo man das richtige und schmerzfreie Fallen lernt. Es geht dann weiter mit dem Erlernen von Wurf- und Bodentechniken. Wer Interesse an Wettkämpfen hat, kann sein Können auch dort unter Beweis stellen. Und bei alledem kommt auch im Training das Wichtigste am Sport nicht zu knapp: Spaß und Freude an der Bewegung, mit Spielen, vielen Übungen und Spaß am Sport und in der Gemeinschaft. 

 

2. Welche körperlichen Voraussetzungen sind notwendig? 

 

Wir betreiben Judo als Breitensport, der den ganzen Körper beansprucht. Zum Erlernen sind keine besonderen Voraussetzungen notwendig, man muss dafür nicht sportlicher sein als für Schwimmen, Radfahren oder Joggen. Die Beweglichkeit und Koordination wird nach und nach schrittweise im Training aufgebaut. Jedoch wird niemand überfordert, denn Judo soll vor allem Spaß machen.

 

3. Kann ich einfach mal an einem Training teilnehmen?

 

Natürlich ja. Bitte nimm dazu aber vorher Kontakt mit Uns auf (siehe Anfahrt und Kontakt), damit wir Uns auf einen passenden Termin einigen und eventuelle Fragen ggf. schon klären können.

 

4. Muss ich mir für das Probetraining schon einen Judoanzug kaufen?

 

Für das Probetraining sind eine Jogginghose und ein stabiles T-Shirt ausreichend. Schuhe werden nicht benötigt, da Judokas generell barfuß trainieren. Flip-Flops, Badelatschen oder Socken sind für den Weg zur Matte aufgrund der Hygienebestimmungen wünschenswert. 
Ein Judoanzug wird erst später notwendig.

 

5. Wieviel kostet es, Judo zu machen?

 

Das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Die Vereinsbeiträge liegen in unserem Verein, je nach Alter zwischen € 4 und € 8 pro Monat (Familien zahlen € 12). Dazu kommt die Sportkleidung (Judogis). Einsteigermodelle kosten je nach Größe und Modell ab 20 Euro für Kinder und ab 35 Euro für Erwachsene. Einmalig entstehen noch Kosten für den Judopass. Wie in vielen Sportarten, oder auch bei anderen Hobbys, ist die Grenze nach oben offen (Höherwertige Judogis, Sporttasche, usw.). Zum Erwerb einer höheren Graduierung kommen dann später noch Prüfungsgebühren (ca. € 10) und die Kosten für den neuen Gürtel (ab ca. € 5) hinzu. Diese Kosten entstehen, je nach Ehrgeiz, ein bis zweimal pro Jahr. Und wer auf Wettkämpfe gehen will hat eine Startgebühr zu entrichten (diese variiert, je nach Wettkampfebene).

 

6. Was ist ein Judopass?

 

Jeder Judoka erhält mit dem Bestehen der ersten Gürtelprüfung zum weiß-gelben Gürtel einen Judopass – der Personalausweis im Judobereich. Hierin sind neben Personaldaten auch Foto, derzeitige Graduierung, Beitragsmarke und Vereinszugehörigkeit vermerkt. Der Pass ist bei jedem Turnier mitzuführen und vorzuzeigen. Ohne Judopass ist keine Teilnahme am Wettkampf möglich.

 

7. Ab welchem Alter kann mein Kind Judo erlernen?

 

Die erste Gürtelprüfung zum weiß- gelben Gürtel ist laut Statuten des DJB ab dem 7. Lebensjahr möglich. Wir bieten Kindern ab dem 5. Lebensjahr jedoch die Möglichkeit, spielerisch judobezogene Fertigkeiten zu lernen. Dieses Konzept wurde vom DJB speziell zur Heranführung an den Judosport entwickelt.

 

8. Muss mein Kind an Wettkämpfen teilnehmen?

 

Natürlich nicht. Judo ist auch als normaler Gesundheitssport geeignet. Übrigens bis ins hohe Alter. Allerdings ist das "Kämpfen" essentieller Bestandteil des Judo, so dass auch Randoris (Übungskämpfe mit dosiertem Krafteinsatz) und Shiai (Wettkampf) zu unserem Training gehören. Bei auswärtigen Turnieren lernt man Sein Können viel besser einzuschätzen und es macht auch Spaß, andere Menschen kennen zu lernen.

 

9. Kann ich auch mit 45 Jahren noch mit Judo anfangen?

 

Ja, das geht problemlos, sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegenstehen. Denn Judo bietet Sportlern in jedem Alter die Möglichkeit, durch vielfältige körperliche Erfahrungen fit zu bleiben.

 

10. Ab wann darf ich am Wettkampf teilnehmen?

 

Startberechtigt ist jeder Judoka der mindestens 8 Jahre alt ist und einen gelben Gürtel hat (Einige Veranstalter bieten auch Anfängerturniere ab weiß- gelb Gurt an). Außerdem muss ein gültiger Judopass vorliegen.

 

11. Wie funktioniert Wettkampf?

 

Bevor auf einen Wettkampf gefahren wird, gilt es die Turnierausschreibung sorgfältig zu lesen und zu überprüfen, ob die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind d. h. stimmt mein Jahrgang mit dem Altersbereich der Ausschreibung überein und bin ich startberechtigt mit meiner Gürtelfarbe. 
Am Wettkampftag selber muss sich jeder Kämpfer zu Beginn eine Startkarte kaufen und ausfüllen. Hier werden die Personalien abgefragt, die zur Registrierung sowie für eventuelle Einladungen zu Lehrgängen dienen. Zusammen mit dieser Startkarte und dem Judopass geht man zum „Wiegen“. Dort stellen Kampfrichter das Gewicht des Athleten fest und ordnen die Judokas in die vorgegebenen Gewichtsklassen ein, damit immer Gleichschwere gegeneinander antreten. 
Die sportliche Leitung ist für die Kampflisten verantwortlich und erstellt und veröffentlicht diese vor Beginn des Wettkampfs. Nach dem Aufwärmen und der offiziellen Begrüßung werden die jeweiligen Kampfpaarungen aufgerufen. Beide Kämpfer finden sich auf der Matte ein. Hierbei ist zu beachten, dass der Zweitgenannte normalerweise einen blauen Anzug benötigt, damit die Kampfrichter die beiden Kämpfer besser auseinander halten könnten. Ist dies nicht möglich, wird der Erstgenannte mit einem roten Zusatzgürtel und der Zweitgenannte mit einem weißen Zusatzgürtel kenntlich gemacht. Außerdem sollte zu diesem Zeitpunkt schon dafür gesorgt sein, dass die Socken und im männlichen Bereich das T-Shirt ausgezogen sind. Im weiblichen Bereich ist ein weißes T-Shirt unter dem Judogi vorgeschrieben. 
Nach der klassischen Verbeugung startet der Schiedsrichter das Duell mit „Hajime“. Beide Kämpfer haben nun die Möglichkeit das im Training Gelernte unter Einhaltung bestimmter Regeln umzusetzen. Hat ein Athlet die geforderte Höchstpunktzahl (Ippon) durch eine Wurftechnik oder Haltegriffzeit erreicht, ist der Kampf beendet. Ebenfalls beendet ist der Kampf, wenn die vorgegebene Zeit abgelaufen ist – dann gewinnt der Judoka mit der höchsten Wertung. 
Nach der Siegererklärung durch den Kampfrichter ist es üblich, dass man sich dankend die Hände schüttelt und mit einer respektvollen Verbeugung die Mattenfläche verlässt. 
In der Regel hat jeder Athlet bei einem Turnier zwischen ein und sechs Kämpfen, wo sich das Prozedere wiederholt, bis am Ende der Sieger feststeht. Mit der anschließenden Siegerehrung ist das Turnier beendet.